Am Wochenende bleibt das Arbeitspostfach zu

Landschaftsillustration

Am Wochenende meldet sich bei vielen irgendwann die Neugier, kurz ins Arbeitspostfach zu schauen, nur um zu sehen, ob etwas Wichtiges eingetroffen ist. Dieser kurze Blick fühlt sich harmlos an, kann aber ausreichen, um Gedanken an die Arbeit zurückzuholen, die eigentlich für zwei Tage Pause haben sollten.

Wird das Postfach am Wochenende konsequent geschlossen gehalten, entfällt diese Versuchung von vornherein. Was nicht gesehen wird, kann auch nicht im Kopf hängen bleiben, und die freie Zeit bleibt tatsächlich frei von unerledigten Themen aus der Arbeitswoche.

Neugier aushalten lernen

Die ersten Male fällt es oft schwer, die Neugier einfach auszuhalten, besonders wenn man es gewohnt ist, jederzeit informiert zu sein. Mit der Zeit zeigt sich jedoch meist, dass nichts wirklich verloren geht, wenn eine Nachricht erst am Montag gelesen wird.

Es kann helfen, die entsprechende Anwendung für das Wochenende ganz vom Bildschirm zu entfernen oder das Gerät an einem anderen Ort liegen zu lassen. Ohne die Anwendung in Reichweite verliert der kurze Griff zum Handy schnell seinen automatischen Charakter.

Besonders an sonnigen Spätsommerwochenenden, die man lieber draussen verbringt, zeigt sich der Wert dieser Gewohnheit deutlich. Ein Postfach, das erst am Montag wieder geöffnet wird, lässt die freien Tage tatsächlich frei bleiben, ohne dass die Arbeit im Hintergrund mitschwingt.

Das Arbeitspostfach am Wochenende geschlossen zu halten, ist eine kleine Entscheidung mit spürbarer Wirkung auf die Erholung. Sie schafft einen klaren Unterschied zwischen Arbeitswoche und freier Zeit, den der Kopf mit der Zeit dankbar annimmt.