Wenn die letzte Arbeitsaufgabe direkt in das Abendessen übergeht, bleibt kaum Zeit, um innerlich abzuschalten. Die Gedanken kreisen dann oft noch um offene Punkte, während am Tisch schon über ganz andere Dinge gesprochen wird. Ein kurzer Spaziergang zwischen Arbeitsende und Abendessen kann als bewusste Brücke zwischen den beiden Teilen des Tages dienen.
Schon eine kurze Runde um den Block reicht oft aus, um den Kopf zu leeren und im Abend anzukommen. Die frische Luft und die Bewegung helfen dabei, die Gedanken von der Arbeit zu lösen, bevor man sich wieder an den Tisch setzt.
Ein fester Punkt am Ende des Tages
Diese kurze Gewohnheit kann mit der Zeit zu einem festen Bestandteil des Tagesablaufs werden, ähnlich wie ein Ritual am Morgen. Der Körper gewöhnt sich daran, dass nach dem Spaziergang die Arbeit tatsächlich vorbei ist und der freie Teil des Abends beginnt.
Auch bei kühlerem oder wechselhaftem Wetter lohnt sich die kurze Runde meist. Selbst ein paar Minuten draussen reichen aus, um den Unterschied zwischen Arbeitszeit und Feierabend spürbar zu machen, ohne dass dafür ein langer Ausflug nötig wäre.
In den hellen Sommerabenden lässt sich dieser Spaziergang besonders angenehm gestalten, da es draussen meist noch lange warm und hell bleibt. Mit den kürzer werdenden Tagen im September kann die Route einfach etwas verkürzt werden, ohne dass die Gewohnheit deswegen aufgegeben werden muss.
Ein kurzer Spaziergang vor dem Abendessen ersetzt keinen langen Feierabend, schafft aber einen klaren Übergang zwischen den beiden Teilen des Tages. Wer diese Gewohnheit pflegt, kommt oft entspannter am Tisch an, als wenn die Arbeit direkt in die gemeinsame Zeit hinüberreicht.