Viele greifen direkt nach dem Aufwachen zum Handy und öffnen als Erstes das Postfach, noch bevor der Tag richtig begonnen hat. Auf diese Weise bestimmen fremde Anliegen von der ersten Minute an die eigene Stimmung, statt dass der Morgen in Ruhe beginnt. Wer den Blick ins Postfach etwas nach hinten verschiebt, gibt sich selbst mehr Raum, um erst einmal im Tag anzukommen.
Ein ruhiger Start, etwa mit einem Frühstück oder ein paar Minuten ohne Bildschirm, kann den Unterschied deutlich spürbar machen. Der Kopf ist dann bereits etwas wacher und klarer, wenn die ersten Nachrichten schließlich gelesen werden, statt direkt aus dem Halbschlaf heraus auf fremde Anliegen zu reagieren.
Der Tag beginnt bei einem selbst
Wenn die ersten Minuten des Tages nicht von fremden Nachrichten bestimmt werden, bleibt mehr Raum, um die eigenen Prioritäten für den Tag festzulegen. Das Postfach kann warten, während die wichtigsten Aufgaben in Ruhe geplant werden, statt sich sofort von eingehenden Nachrichten leiten zu lassen.
Diese Gewohnheit lässt sich einfach einführen, etwa indem das Handy morgens zunächst in einem anderen Raum bleibt oder die Mail-Anwendung erst nach einer festen Zeitspanne geöffnet wird. Kleine Hürden dieser Art reichen oft aus, um den automatischen Griff zum Postfach zu unterbrechen.
Auch am Wochenende kann diese Gewohnheit hilfreich sein, selbst wenn keine Arbeitsmails erwartet werden. Ein Morgen ohne Bildschirm zu Beginn wirkt für viele grundsätzlich ruhiger, unabhängig davon, ob es sich um einen Arbeitstag oder einen freien Tag handelt.
Ein Morgen, der nicht sofort mit E-Mails beginnt, fühlt sich für viele deutlich ruhiger an. Der Tag beginnt dann bei den eigenen Gedanken, bevor die Anliegen anderer Menschen ihren Platz darin finden, was den restlichen Vormittag oft gelassener werden lässt.